Liebe
Weil ich dich lieb hab, renn ich im Regen rum.
Weil ich dich lieb hab, stell ich mich immer dumm.
Ich hab dich lieb, deshalb höre ich dir drei Stunden zu.
Und wenn du mich dann fragst, was du gesagt hast,
dann sag ich nur "hu".
Einen Mund zum Sprechen hab ich nur für dich,
ich sag dir jede Meinung ins Gesicht.
Und wenn ich sag, ich liebe dich,
krieg ich gleich eine ins Gesicht.
Ich hab ein Herz, das macht bum bum,
es springt im ganzen Bauch herum.
Und wenn ich dich dann seh, dann tut es ganz doll weh.
Weil ich dich lieb hab, renn ich im Regen rum.
Weil ich dich lieb hab, stell ich mich immer dumm.
Ich hab zwei Füße, die gehören zwar mir,
aber wenn du was hast, sind sie sofort bei dir.
Ich hab zwei Hände, die tragen jede Last,
und wenn du zusammenbrichst, dann halten sie dein Gewicht.
Ich habe zwei Schultern, die sind für dich,
und wenn du sie brauchst, dann nimmst du sie nicht.
Weil ich dich lieb hab, renn ich im Regen rum.
Weil ich dich lieb hab, stell ich mich immer dumm.
Ich habe einen Kopf, den brauch ich zum Denken,
und wenn deiner leer ist, dann will ich ihn dir schenken.
Ich habe zwei Augen, die brauch ich zum Sehen,
und wenn sie dich nicht finden, dann werden sie untergehen.
Schmetterlinge
Wilma liegt heut' auf der Lauer, die Schmetterlinge kriegen Schauer.
Denn wenn sie kommt, dann ist es aus, sie schnappt sie und killt sie
im Haus.
Sie killt sie, aber frisst sie nicht, wahrscheinlich schmecken sie ihr
nicht.
Aber das ist egal, jetzt fängt sie wieder an und schon wieder hat sie
einem Schmetterling ein Leid getan.
Den zweiten lässt sie am Boden liegen, er versucht zu fliehen, aber
Wilma wird ihn trotzdem kriegen.
Sie nimmt ihn in ihr Maul und beißt fest, dabei wird er verletzt.
Und sie spuckt ihn aus, er versucht zu fliehen, aber Wilma ist
nicht dumm und haut mit der Pfote auf ihm herum.
Der Schmetterling aber gibt noch lange nicht auf, er bemüht
sich zu rühren und bekommt wieder die Pfote zu spüren.
Wilma lässt den Schmetterling fliegen, doch dann schießt sie hoch
in die Luft und bekommt ihn doch noch; was für ein Verlust.
Sie packt ihn zwischen den Zähnen, die sich wie Dolche durch
seine Flügel heben.
Ein paar Flügel schauen aus dem Maul heraus, das sieht auch
etwas komisch aus.
Doch trotzdem sollte man nicht lachen, schließlich muss der
Schmetterling ja drunter schmachten.
Martha
Poltergeist
Endlich Wochenende! Es ist früh am Morgen und noch dunkel.
Also schlafe ich wie die Anderen auch. Plötzlich fällt ein nasser
Sack auf meine Füße. Aber es ist nur Wilma. Sie springt wieder
von meinem Bett herunter und wiederholt das dreimal. Als sie
damit fertig ist, kommt sie zu mir ans Kopfende des Bettes und
reißt meine Poster von der Wand. Dabei schreit sie ganz laut ?Miau?.
Ich weiß, dass sie Hunger hat, aber ich will doch nur schlafen.
Als ob es nicht genug ist, streicht sie mir um den Kopf und sagt
immer wieder ?Miau?. Dann geht Wilma zurück zu meinem Füßen,
wälzt sich drauf und fängt laut an zu schnurren. Entnervt wackele
ich mit meinen Beinen. Ein Glück, sie springt runter. Nein Wilma
kommt wieder zurück, schiebt sich unter meine Kuscheltiere und
guckt mich mit ihren großen Kulleraugen an.
Ich begreife was sie will, schmeiße sie aus dem Bett und sage
?Denkste!?. Trotzdem macht sie weiter, rennt auf dem Teppich
rum und fährt die Krallen aus. Das gibt natürlich ein lautes Kratz-
geräusch. ?Wilma!?, schreie ich ganz laut. Plötzlich kracht es. Stille!
Wilma? Jetzt muss ich doch aufstehen und nachsehen.
Martha
Hilfe der Tierarzt!
Wilma ist krank. Sie muss zum Tierarzt. Also müssen wir sie in
ihre Tragebox packen ? Wilma denkt sich: ?Nicht mit mir!? Erst
rennt sie weg, dann stemmt sie ihre vier Pfoten gegen die
Käfigtür. Wenn sie dann endlich drin ist, fängt der Käfig an zu
vibrieren. Wilma hat Angst, sie zittert. Ich klappe das Gitter auf
und streichle sie, damit sie sich beruhigt.
Wenn der Tierarzt sie rausnehmen will, macht sie sich ganz dick
und krallt sich am Käfig fest. Der Arzt setzt sie dann auf seinen
Tisch. Sie guckt sich ängstlich um. Schließlich halten alle Wilma
fest, damit der Tierarzt ihr die Spritze geben kann. Auch wenn
schon alles vorbei ist und sie längst in ihrer Tragebox sitzt,
zittert sie noch eine ganze Weile. Ich werde sie später trösten.
Martha
?Papa ist nur zufrieden mit mir, wenn ich gute Noten habe!?
Ich finde, dass dieser Satz völlig verkehrt ist: Hat der Vater
dieses Kind nicht lieb, wenn es schlechte Noten hat? ? Natürlich
sind Eltern stolz, wenn ein Kind gute Noten hat, aber man sollte
sein Kind nicht so unter Druck setzen. Weil, dann geht es wirklich
schief. Liebe Eltern, setzen Sie Ihr Kind nicht so sehr unter Druck,
das bringt nämlich nichts.
Franziska (7. Klasse)
Ein glückliches Ende
?Na toll! Mama wird ausrasten und Papa wird mir wieder
Hausarrest geben. Aber naja, eine 5 in Bio ist ja nicht das
Ende.?, dachte ich bei mir, als ich zu meinen Eltern hinunter
in die Gaststätte gehe. Wir wohnen und arbeiten nämlich
im selben Haus. Mit düsterem Blick denke ich wieder: Ich
hab doch schon eine Woche Hausarrest und ich wette,
dass ich wieder Stunden in der Gaststätte helfen muss.
Aber wenn ich deswegen nicht bei Kati schlafen darf,
dann, dann ... Genau in diesem Moment sehe ich meinen
Schwarm, als er ein Mädchen anquatscht. Doch dieses
Mädchen ist nicht irgendein Mädchen. Nein, dieses Mädchen
ist die größte Zicke der ganzen Schule. Und mit der gibt er
sich jetzt ab! Der Tag wird immer ?besser?. Diesen Tag werde
ich wohl nie vergessen. Nicht gerade ein Erfolg. Gleich bin ich
zu Hause. Ich habe Angst und bin aber auch gleichzeitig sauer -
auf alle und alles.
Super, echt toll. Jetzt habe ich wirklich zwei Wochen Hausarrest
und muss immer sofort nach der Schule nach Hause kommen und
in der Küche helfen. Ich glaube, ich flippe gleich aus. Und jetzt soll
man auch noch nett zu den Gästen sein, das ist mir alles zu viel.
HILFE!!!
Eine Stunde ist vergangen und ich war nett und freundlich zu
den 20 Gästen, die ich bedient habe. PUH, ein bisschen erschöpft
bin ich ja schon, egal. Oh, wer ist denn das? In diesen Moment
kommt ein süßer Junge mit einem bösen Gesicht herein. Natürlich
bediene ich ihn sofort, auch wenn mir das bei dem Gesichtsausdruck
wirklich nicht leicht fällt. So lege ich mein schönstes Lächeln auf und
frage ihn freundlich nach seinem Wunsch. Er will einen Milchshake
haben. Als ich ihm den Shake bringe, rempelt er mich aus Versehen
an und ich lasse auch noch alles fallen. O nein, das ist mir ja sooo
peinlich! Sicher meckert er gleich. Doch dann ganz anders! ?Oh
Entschuldigung, es tut mir Leid. Das wollte ich nicht. Ich bezahle
natürlich alles.? Ich erwidere verblüfft: ?Nein, das musst du nicht.
Ich wische das schnell auf und dann hole ich dir noch einen Shake.
Okay?? - ?Okay, aber nur wenn du dich mit hierher setzt.? Was
hatte er da eben gesagt? Das war doch eine Einladung, oder?
Ich sage mit glücklichen Gesicht: ?Ja gut, ich komme gleich!?,
und renne los. Es wird doch noch ein schöner Nachmittag.
Josephine
Katze trickst die Hunde aus
Die Nachbarn, die uns gegenüber wohnen, haben einen Hund.
Er ist etwas größer als unsere Katze. Immer wenn der Hund
im Garten ist und Wilma sieht, fängt er an zu bellen.
Wilma legt sich dann genüsslich vor ihn hin. Sie weiß ja,
dass zwischen ihr und ihm der Zaun steht und er sie nicht
erwischen kann!
Ein anderer Nachbar hat sich vor kurzem einen Schäferhund
angeschafft. Er ist groß und bellt viel. Noch hat Wilma Angst
vor ihm und traut sich nicht in den Garten, sondern nur auf
die Terrasse. Wie lange noch?
Martha
Rutschgefahr
Wilma wird wieder einmal von meinem Bruder im Wohnzimmer
gejagt. Sie will Zuflucht in den Keller nehmen, weil dort der
Wäscheständer steht und man unter ihm schlecht an sie ran
kommt. Also rennt sie um die Ecke um dorthin zu kommen.
Das Problem ist allerdings, dass wir Parkettfußboden haben!
Sie muss praktisch auf der Stelle rennen, weil der Boden so
glatt ist und damit sie nicht wegrutscht.
Heute war sie der Sieger und hat es rechtzeitig in den Keller
geschafft. Sicher probiert es mein Bruder morgen wieder, sie
endlich mal zu erreichen.
Martha