Köpenick/Mitte. Vom 19. Oktober 2006 bis 07. Januar 2007 lief
im Ephraim Palais die Ausstellung ?camera berolinensis ? Das
Berliner Album des Fotografen F. Albert Schwartz?. Schwartz
gilt als der führende Stadtbildfotograf des 19. Jahrhunderts.
Selbst von dem rasanten Umbau Berlins von der königlichen
Residenz zur kaiserlichen Metropole betroffen, hielt er fast ein
halbes Jahrhundert lang diesen Prozess als ?Gewissen der Stadt?
für die Nachwelt fest. Es sind bis heute vor allem seine Bilder, die
weit über die Region hinaus unsere Vorstellung vom alten Berlin
prägen. Die Ausstellung wurde mit Arbeiten von Schülern der
BEST-Sabel-Berufsfachschule für Design (Berlin) begleitet und
ergänzt. Die Fotoschüler suchten unter Anleitung von Dozent
Peter Thieme in ihrem Projekt ?Nach Schwartz ? das neue Bild
der Stadt? die Plätze von Schwartz auf und fotografierten sie
aus heutiger Sicht im heutigen Zustand. Mit ihren Arbeiten
erwiesen sie dem Berlin-Chronisten ihre Referenz und ließen
neue Blicke auf das heutige Berlin sichtbar werden.
Bereits während der Ausstellung, die eine Zusammenarbeit der
Stiftung Stadtmuseum Berlin (Fotografische Sammlung) und der
BEST-Sabel-Berufsfachschule für Design war, wurde klar, dass
die qualitativ überzeugenden Ergebnisse der Schülerarbeiten
sehr gut in den Bestand der Fotografischen Sammlung des
Stadtmuseums Berlin passen würden.
Am 14. Juni 2007 fand die Übergabe/Schenkung der Fotoarbeiten
an die Fotografische Sammlung offiziell statt. Die Aufnahme der
Arbeiten in den Bestand ist gleichzeitig als Förderung des
Nachwuchses der Stadtfotografen zu sehen. Zur Übergabe
waren anwesend: Dozent Peter Thieme, Fachbereichsleiter
Fotografie Raimund Stöppler-Baalmann, Ulrike Griebner,
Mitarbeiterin der Fotografischen Sammlung (Schwerpunkt Neuzeit)
sowie Nico Klingler, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
bei BEST-Sabel.