Alle zwei bis drei Stunden hatten wir eine Pause, wo wir uns Essen geholt und frische Luft geschnappt haben und auf Toilette gegangen sind. Bei der Fahrt spielten wir Spiele, schliefen ein wenig, aßen, zockten, quatschten, lasen und hörten Musik. Zweimal guckten wir auch einen Film. Die Fahrt verlief sehr gut. Abends um 21:00 Uhr kamen wir an unserer Pension "Mitterbach" im Ort Weißenbach (Rio Bianco) an. Es war ein schönes, großes Holzhaus. Unsere Klasse bekam die 3. Etage. Die Lehrer (Frau Schaffern, Herr Kraft und Herr Schulze) präsentierten uns unsere Zimmer. Die Räume, wo wir jetzt sieben Tage hausten, waren FANTASTISCH: sehr geräumig, gemütlich auf verschiedenen Ebenen gebaut. Als wir unseren Schlafplatz gefunden hatten, gingen wir runter zum Essen. Unten bekamen wir eine Belehrung. Um 22:00 Uhr musste man auf seinem Zimmer sein und um 23:00 Uhr war Nachtruhe.
Sonntag:
Um 06:15 Uhr standen wir alle auf, jedenfalls versuchten wir es, denn manche wollten einfach nicht aus ihren Betten. Wir machten uns fertig und anschließend gingen wir frühstücken. In der anschließenden halben Stunde kramten wir die Skisachen raus, zogen uns um und räumten die Zimmer auf, bevor einer der Lehrer nachschaute ob auch wirklich alles ordentlich war. Um 08:45 Uhr ging es dann endlich los, wir liefen zur Haltestelle und warteten auf den Bus. Wir fuhren ca. 15 Minuten bis wir dann am Skiverleih ankamen. Unsere ganze Klasse war sehr aufgeregt. Wir mussten erstmal eine knappe halbe Stunde draußen warten bis wir endlich nacheinander rein durften. Drinnen angekommen sollten wir al erstes unsere Schuhgröße ansagen, drauf bekamen wir unsere Skischuhe. Als nächstes gingen wir zu einer Theke, wo man dann einige Angaben wie Gewicht und Name angeben musste, worauf man dann die Skier bekam. Nachdem wir dann alle Sachen zum Skifahren hatten, gingen wir ein Stück rauf zur Gondel mit der wir jetzt jeden Tag hochfuhren. Oben wurde uns noch einmal erklärt wie es jetzt vorging, die Experten, also die, die schon mal gefahren sind, sind mit Frau Schaffer und Herrn Schulze ein bisschen gefahren um zu gucken wie gut sie es können, die Anfänger gingen mit Herrn Kraft mit, bis Hannes sie um 10;00 Uhr übernahm.
Nun wurde es ernst für die Anfänger: Sie fuhren erst einmal Probe, das heißt auf einer geraden Fläche mit nur einem Ski. Dann kam der Zweite, dann noch die Stöcke in jeder Hand uns schon hatten sie ihre komplette Ausrüstung. Als nächstes wurde der Pflug geübt wo dann bei manchen schon die ersten Probleme auftraten. Manche haben es gepackt wie richtige Könner und manche, naja, die sind halt öfters mal hingefallen. Die Zeit verging schnell, so dass es bald 10:00 Uhr war. Sie nahmen ihre Sachen und gingen zu den Schildern mit Namen von den Skilehrern, wo auch eins mit Hannes war. Und als er kam fing es allen an Spaß zu machen. Ca. um halb zwölf fing die Mittagpause an, wo wir ins Restaurant gehen konnten und uns ein Essen, was wir haben wollten, aussuchten durften.
Man konnte wählen zwischen Pommes mit Schnitzel oder Bockwurst dazu Majo und/oder Ketchup, Pizza (verschiedene Sorten), Lasagne und anderen Nudelgerichten und Germknödel, aber wenn man das nahm, musste man zu der Essenskarte die wir alle am Morgen für alle fünf Tage bekommen hatten noch zwei Euro dazu geben, aber das hat sich auch gelohnt, da hat man echt was verpasst wenn man nicht gekostet hat. Trinken musste man sich entweder dort kaufen, um es dort trinken zu können oder man nahm heimlich ein Trinken von sich selber raus, wenn der Rudi nicht hinschaute.
Rudi (= Putzhilfe im Restaurant, der immer alles weggeräumt hat und darauf geachtet hat das niemand selber was zu Essen oder was zu Trinken mitbringt.) Um 13:00 Uhr ging es dann wieder weiter und um 15.00 Uhr war Schluss. Dann brachten wir alle unsere Sachen in das Haus neben den Schildern von den Skilehrern unter und fuhren wieder genauso wie wir gekommen waren, bloß halt ohne Skisachen, nach Hause zu unserer Pension. Wir waren alle ganz schön erledigt und als wir ankamen in unseren Zimmern, da legten sich die meisten erst mal ins Bett. Um 18:00 - 19:00 Uhr gab es dann Abendbrot, wo alle mächtig reinhauten. Danach ging jeder seiner Beschäftigung nach.
Montag- Mittwoch:
Es machte uns allen sehr viel Spaß. Wir fuhren immer schön und horchten auf unsere Lehrer. Wäre es nicht toll wenn man das ganze Schuljahr Skifahren könnte?
Donnerstag:
Der letzte Tag, die letzten Stunden Skifahren und bald kommt das große Rennen. Der Tag war eigentlich wie alle anderen, doch es war der letzte und der musste richtig beendet werden.
Nach dem Mittagessen und nach noch ein paar Mal üben kam ein großes Rennen, aber zuvor überreichte uns Hannes ein Shirt mit Nummern die wir uns anziehen sollten. Wir sahen alle sehr affig aus, aber so war das Leben, es war nicht leicht. *GRINS*
Nachdem wir uns nun unsere tollen Shirts anhatten fuhren wir mit einem Laufband ein Stück nach oben wo die Startlinie war. Dann fuhren wir alle nacheinander im Slalom runter, dabei wurde die Zeit gemessen und dieser Durchgang wurde noch einmal wiederholt. Danach wurde uns eine Wahl gelassen, ob wir nochmal mit Hannes zusammen den Berg runter fahren oder ob wir mit Herrn Schulze ein Stück fahren, die Entscheidung fiel allen sehr leicht, fast alle fuhren mit Hannes, die anderen gingen es ruhig und gemütlich an. Als die große Gruppe am Treffpunkt wieder ankam, fand eine Siegerehrung statt und jeder bekam eine Medaille. Dann war das Skifahren auch schon vorbei, wir verabschiedeten uns von Hannes und fuhren mit unseren Skisachen runter zum Verleih wo wir alles, was nicht uns gehörte, wieder abgaben. Wir fuhren zum Supermarkt in der Nähe, wo wir uns für die Busfahrt am nächsten Tag noch etwas holen konnten. Nachdem wir unsere Sachen die wir brauchten, geholt hatten warteten wir auf den Bus der uns nach Hause fährt. Paule uns Steffi durften aber noch einmal zum Verleih fahren, weil Steffi ihren Helm liegen gelassen hatte. Der Bus fährt nur zweimal am Tag (einmal vormittags und einmal nachmittags), da musste man rechtzeitig da sein! Aber die beiden haben es geschafft.
Frau Schaffer war dann auf dem Weg zum Krankenhaus um Dennis D. abzuholen, der mit einer Gehirnerschütterung dort übernachtet hatte, weil er am Tag zuvor unglücklich gestürzt war.
Als wir um 20:00 Uhr die Koffer packten, rief Frau Schaffer auf einmal, "ES BRENNT, ALLE RAUS, SCHUHE AN, RUNTER GEHEN IN DEN FLUR UND DANN RAUS.., KEINE SCHUHE MEHR ANZIEHEN NUR NOCH RAUS!" (oder so ungefähr). Und so standen wir dann alle ca. eine halbe Stunde draußen im Schnee, manche hatten nur einen Schlafanzug an und standen auf nackten Füßen. Es war ziemlich KALT, danach durften wir dann noch zwei Minuten in einem Raum sitzen und unsere Noten anhören, (gefühlte zwei Stunden). Später gingen wir alle runter in den Raum, wo wir immer aßen und guckten uns den von Herrn Kraft selbst gemachten Film an. Er war sehr amüsant.
Freitag:
Es hieß eine Stunde früher aufstehen, schnell frühstücken, Sachen nehmen und ab in den Bus.
Wir hatten uns alle nach dem Frühstück noch ein paar Brote für die Fahrt geschmiert und uns was zu trinken eingepackt. Die Busfahrt verlief wie die erste, außer dass wir diesmal die ersten im Bus waren und das wir zwei andere Filme guckten. Als wir aber einstiegen, lobte uns sogar der Busfahrer dafür, dass wir viel ordentlicher wären als die andere Klasse. (Das glaubt uns kein Lehrer!). Abends um 20:00 Uhr kamen wir an unserer Schule an, wo die meisten Eltern oder andere Familien angehörige schon warteten. Jetzt hieß es wieder Alltag und jeder hat sich irgendwie wieder zurück gewünscht.
ENDE
Geschrieben von Stephanie H.