
Nach der telefonischen Terminabsprache kommen die Eltern mit ihrem Kind
zur Diagnostik und einem ausführlichen Beratungsgespräch. Im
Beratungsgespräch steht die vorschulische und schulische Entwicklung des
Kindes im Mittelpunkt.
Der Gesundheitszustand, die familiäre Situation und individuelle
Besonderheiten werden ebenfalls angesprochen. Das Gesamtbild wird durch
die von den Eltern mitgebrachten Zeugnisse, Schreibhefte, Diktate,
Niederschriften und Aufsätze vervollständigt.
Im LESE-RECHTSCHREIB-STUDIO werden standardisierte und informelle Tests zur Erfassung der Lernausgangslage eingesetzt. Es wird die Hamburger Schreibprobe (HSP) eingesetzt. Sie wurde von Dr. Peter May (Universität Hamburg) entwickelt und stellt ein neues Konzept zur Erfassung des Rechtschreibkönnens von Schülern im Grundschulalter sowie in der Sekundarstufe 1 dar. Die HSP ist ein standardisierter Rechtschreibtest, der die Schreibstrategien der Kinder erfasst und von einem positiven Bewertungsansatz ausgeht. Der Test dauert etwa 20 Minuten.
Zur Auswertung gibt es für die HSP statistische Tabellen, die aussagen, welche Leistungen der Durchschnitt aller Schüler im jeweiligen Schultyp, Alter bzw. in der jeweilige Klassenstufe erbringt.
Neben der HSP kommt auch die von Professor Biglmaier entwickelte Diagnostische Rechtschreibprobe (DRP) als informeller Test zum Einsatz. Die Fehler werden nach Fehlertypen klassifiziert und geben dem Pädagogen Auskunft über mögliche Förderansätze. Zusätzlich setzen wir Lese- und andere informelle Tests ein. In Auswertung der Tests und des Elterngesprächs werden für jedes Kind ein Anamnesebogen und ein individueller Förderplan erstellt. Darin werden Fehlerschwerpunkte und andere Auffälligkeiten, die der Pädagoge aus der gründlichen Beobachtung des Kindes während des Testens und des Gesprächs (zum Beispiel Schriftbild, Feinmotorik, Sprachgebrauch, Mimik, Gestik, Körperschema) gewinnt, verzeichnet und im Verlaufe der Förderung ständig ergänzt.